Was ist eigentlich ein Kruschdelkischdle?

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Wie man unschwer aus meiner Selbstvorstellung ableiten kann, bin ich Württemberger. Nicht etwa Schwabe, die wohnen in Augsburg. Der Württemberger (wie auch der Schwabe, bisweilen auch der Franke und sogar der Alemanne) neigt dazu, aus allem großen etwas niedliches kleines zu machen, indem er ein „le“ als Nachsilbe dranhängt. Ein Kruschdelkischdle ist also eine kleine Kiste, in die man all das legt, wofür man sonst keinen Platz hat, weil man nicht so genau weiß, wohin damit.

Soll heißen: ich lege in mein Kruschdelkischdle all das rein, was mir zu wichtig ist, es einfach fortzuwerfen, wovon ich aber nicht genau weiß, was einmal daraus werden oder was damit geschehen wird. Eine Art kommunikatives Zwischenlager, sozusagen.

Ein Kruschdelkischdle lädt immer ein zum Stöbern. Man nimmt etwas heraus, fischt ein wenig darin herum, sieht sich etwas an, legt es vorsichtig wieder hinein oder man legt etwas zur Seite, das man noch etwas näher betrachten will. Und so bekommen scheinbar tote Dinge mit der Zeit eine gewisse Dynamik, eine Art Eigenleben. Und genau das wünsche ich mir auch von meinem Blog. Man liest den einen oder anderen Artikel, macht sich seine Gedanken, geht damit ein wenig schwanger und teilt mir diese dann vielleicht sogar mit. Und im ganz idealen Fall würde ich mich sogar darüber freuen, wenn der eine oder andere Artikel in meinem Blog den Weg in die Blogroll anderer Blogger oder als Link in eines der diversen sozialen Netzwerke finden würde.

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